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DER OLI

Oli

1975 war die Zeit, als Phil Collins noch einigermaßen cool war, weil er bei Genesis genau das tat, was er bis heute noch am besten kann - Schlagzeug spielen.

1975 - das war auch das Jahr, in dem Oliver (Oli) Schmidt von seiner Mom aus dem Krankenhaus Berlin-Friedrichshain geschleppt wurde.

1975 war ein gutes Jahr. Pink Floyd schenkten uns "Wish You Were Here" und Genesis schufen mit "The Lamb Lies Down On Broadway" ein unerreichtes und zeitloses Prog-Rock Meisterwerk.

In also diesem Jahr 1975 geboren, ist Oli zwar der "Band-Opi", doch viele behaupten, er sei der kreative Kopf von MadRawPole. 1984 traf Oli das erste Mal auf Matthias (Mattse) Schreiber, als dieser aufgrund einer Zehfraktur huckepack von seiner Mama in Olis Schulklasse an der 27. POS Berlin-Hohenschönhausen getragen und als neuer Mitschüler vorgestellt wurde.

Es muss ungefähr 1985 gewesen sein - Phil Collins war nun schon seit mindestens fünf Jahren aber mal echt das Gegenteil von "cool" (Beweisstück A: "Easy Lover", Beweisstück B: "You Can't Hurry Love") - fand in einem Pionierhaus in Berlin-Hohenschönhausen ein "Tag der offenen Tür" statt.
Damals wurde dort ein Schlagzeugkurs angeboten und Oli saß das erste Mal hinter so einer Schießbude. Das Feuer war entflammt. Von nun an trommelte Oli zur anhaltenden Verzückung seiner Nachbarn auf allem herum, was halbwegs perkussive Geräusche absonderte.
Doch erst und ausgerechnet die Pionierleiterin der 27. Polytechnischen Oberschule Hohenschönhausen (Mattse und Oli haben dort sieben Jahre lang zusammen die Schulbank gedrückt - schön' Gruß an Frau Säuberlich) lenkte Olis Trommelei in sozialistisch-rhythmische Bahnen.

Oli

Der regelmäßig abgehaltene Fahnenappell auf dem Schulhof fing nun endlich an zu rocken. Oli - stolz wie Sau - rührte dort beim Einlauf der Fahnenträger vor der versammelten Schüler- und Lehrerschaft die Kleine Trommel.
Damals wurde ihm schnell klar: Trommler kriegen die ganzen Mädchen! Denn Mädchen steh'n auf Trommler!

Leider wurde Oli dann Anfang der 90er von seinen Eltern ins desinspirierende und kreativitätshemmende Saarlouis nahe der französischen Grenze im Saarland verschleppt. Das Trommeln lag dort erst einmal auf Eis und Oli lernte was Vernünftiges.

Doch die Flamme war nicht ganz erloschen.
Anfang der 00er Jahre kaufte Oli sich von seiner als Autoschrauber hart zusammengesparten Kohle sein erstes eigenes Drumset (damals noch ein elektronisches), befreite sich aus dem südwestdeutschen Sumpf und kehrte in die geliebte Heimat zurück. Damit einher ging der Entschluss, was das Trommeln betrifft, nun endlich Nägel mit Köpfen zu machen. Nach zwei Jahren Schlagzeugunterricht bei Leonard Zapf in Berlin festigte sich immer mehr der Wunsch nach einer eigenen Band. Mattse, dessen musikalischer Background schon weiter zurückreichte, musste nicht lange überredet werden. Eine rudimentäre Vorstufe der Band war geboren.

Während des Studiums in Berlin lernte Oli Mario (Horni) Hornig kennen. Dieser war von der Idee, die Miniband mit seiner Unterstützung zu einer klassischen Dreierkapelle aufzumotzen, begeistert und stieg ein. Zunächst noch ohne richtigen Namen und mit größtenteils schlimmen Coversongs im Repertoire, waren wir von nun an so etwas wie eine echte Band.
Der Name war jedoch relativ schnell gefunden. Mit ihm wollten wir unsere Verbundenheit mit der Stadt Berlin Ausdruck verleihen. Und so war unsere erste Idee, uns "Metropol" zu nennen. Da dies jedoch zu sehr nach Holzhammer klang, wurde der Name abgewandelt und lautet seitdem MadRawPole.

Der Rest ist jüngere Geschichte.....



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