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BAND
MadRawPole
Zunächst waren es Mattse und Oli, die auf die Idee kamen, die ihnen gemeinsame Leidenschaft für Musik und Musikmachen in koordinierte Bahnen zu lenken und so etwas wie ein gemeinsames Bandprojekt ins Leben zu rufen. Anfänglich traf man sich noch in einem Proberaum in Berlin-Schöneweide, in welchem Oli mit seinem Schlagzeug Unterschlupf gefunden hatte und mehr oder weniger regelmäßig übte. Damals noch mit dabei der Bassist Thomas Baerecke. Ein damaliger Kommilitone von Oli. Zu dieser Zeit hatte das Projekt noch keinen Namen und die Treffen zum gemeinsamen Musizieren waren zum einen eher sporadisch und daraus resultierend nicht sonderlich fruchtbar. Um es kurz zu fassen - die Geschichte verlief sich schnell wieder im Sande. Da Oli und Mattse die Idee jedoch nicht so richtig loslassen wollte, wurde das Projekt mit Mario (Horni) Hornig einige Zeit später reaktiviert. Oli und Mario kannten sich ebenfalls vom Studium an der FHVR in Berlin. Von nun an sollten die in der Zwischenzeit auch regelmäßiger werdenden Bandproben ertragreicher werden. Erste Songs nahmen Form an. Zu dieser Zeit entstand auch Go Away, unser allererster Song. Diesem Stück ist im Großen und Ganzen der musikalische Einschlag, den die Band damals hatte, anzuhören. Während unsere Musik zu dieser Zeit noch relativ poppig daherkam, entwickelten wir uns in den nächsten Monaten immer mehr in Richtung einer härteren musikalischen Gangart. Diese Entwicklung lässt sich beispielsweise an Songs wie Good Bye oder Your Fault erkennen.
Und auch, wenn unsere heutigen Songs sicherlich eine Spur rauer klingen, haben sie doch unserer Meinung nach nichts von ihrer melodischen
Eingängigkeit eingebüßt.
Und unsere musikalische Entwicklung ist ganz sicher noch nicht abgeschlossen. Schon allein die Tatsache, dass alle Bandmitglieder im Prinzip völlig unterschiedliche Musikrichtungen bevorzugen, macht möglicherweise auch unsere Songs recht vielseitig. So war Mattses musikalischer Background sehr lange Zeit - und zum Teil heute noch - von HipHop und Drum'n'Bass geprägt. Horni hingegen schwört seit eh und je auf den straighten alten 60er und 70er Jahre Rock. AC/DC, Deep Purple, Led Zeppelin sind die Geschichten, die unseren Horni so richtig geil machen. Oli dagegen taucht gern in die epischen Gründe des Progressiven Rocks der "Neuzeit" aber auch deren Ursprünge in den 60ern und 70ern ab. Dream Theater, Fates Warning, Sieges Even, Threshold, Transatlantic aber auch immer mehr die Mitbegründer des ProgRock wie Genesis, Spektakel, Eloy, Pink Floyd, King Crimson oder Emerson, Lake and Palmer haben es Oli angetan. Doch zurück zu MadRawPole: Da unser kreativer Output anfänglich noch recht übersichtlich war, versuchten wir uns zunächst auch an einer Reihe Coversongs. Doch mit der zunehmenden Schreib- und Kompositionswut - vornehmlich von Mattse und Mario - wurden die Coversongs immer mehr aus unserem Repertoire gestrichen. Im Sommer 2003 präsentierten wir uns das erste Mal einem kleinen eher ausgewählten Publikum. Wir meisterten damals unseren ersten halböffentlichen Auftritt auf der Geburtstagfete von Oli im Jugenddorf am Müggelsee vor vielleicht dreißig Gästen, die eigentlich nicht wirklich eine Wahl hatten. Denn wir spielten, BEVOR das Buffet eröffnet wurde. Von da an hatten wir Blut geleckt. Das Rampenfieber hatte uns gepackt und wir waren wild entschlossen, das Bandprojekt auf jeden Fall fortzuführen und noch mehr eigene Songs zu schreiben.
Ungefähr zu diesem Zeitpunkt war es, dass wir aus dem Proberaum in Schöneweide raus mussten. Auf der Suche nach einem neuen, geeigneten und vor
allem günstigen Proberaum, bekamen wir das Angebot, in die KULTschule in Berlin Lichtenberg einzuziehen.
Und das völlig umsonst.
Einzige Bedingung war, dass wir einige Male auf Veranstaltungen der KULTschule auftraten.
Leider ergab es sich dann im Dezember 2003, dass Oli aus beruflichen Gründen nach Hamburg ziehen musste. Zunächst schien dies das zumindest vorläufige Aus für MadRawPole zu sein. Es standen relativ wenige Alternativen zur Lösung dieses Problems zur Diskussion. Sollte das Projekt komplett zu den Akten gelegt werden, oder sollte man die Band für einen unbestimmten Zeitraum auf Eis legen und sie für eine mögliche Rückkehr Olis aus Hamburg dann reaktivieren? Doch Olis damalige Freundin Dani kam auf die Idee, die Band doch weiter bestehen zu lassen und für Proben und Konzerte einfach zwischen Hamburg und Berlin zu pendeln. Auch wenn dies vielleicht ein wenig abgefahren klingt, besteht MadRawPole tatsächlich trotz der Entfernung noch heute. Möglicherweise ist es also allein Dani zu verdanken, dass es MadRawPole heute noch gibt. Mitte 2004 wurde uns - da wir diesen nun nicht mehr regelmäßig nutzen konnten - der Proberaum in der KULTschule gekündigt. Wir standen nun also vor dem Problem, gemeinsame Termine und für die Proben dann auch noch geeignete Proberäume zu finden. Die Tatsache, dass Mario und Oli im Schichtdienst arbeiteten, machte die Situation nicht einfacher. Irgendwann gelang es uns jedoch, einen vernünftigen Rhythmus zu finden und MadRawPole rollte wieder an. Zu den Proben trafen wir uns dann in so genannten "Stundenproberäumen", welche Musiker - wie der Name schon sagt - stundenweise anmieten konnten. Diese Situation war zwar nicht sonderlich befriedigend weil das Equipment in diesen Proberäumen meist sehr abenteuerlich war, aber wenn man mit großzügigen Ersatzteilarsenalen anreiste, ließ sich auch dort halbwegs vernünftig proben. Dass dieser Zustand trotzdem geändert werden musste, wenn wir wollten, dass die Band auch langfristig weiterbesteht, war uns allen klar. Zu dieser Zeit gaben wir aus verständlichen Gründen kaum Konzerte. Und so machten wir uns daran, unsere ersten Songs für die Nachwelt zu konservieren. Mit Hilfe des überaus reichhaltigen Home Studio Equipments in Mathias (Cutter) Taupitz' Wohnung, gelang es uns, zunächst fünf unserer Songs in recht guter Qualität einzuspielen und auf eine EP zu pressen. Der Kontakt zwischen Cutter und MadRawPole kam über Mattse zu stande, der Cutter aus einem früheren Hip-Hop Projekt namens KRISENSTAB kannte. Außerdem unterstützte uns Cutter schon bei vergangenen Konzerten an den Mischpulten. Im November 2004 kam es dann, dass uns ein günstiger kleiner Proberaum im ORWO-Haus an der Landsberger Allee angeboten wurde. Dort fanden wir endlich ein Zuhause für unser Projekt, wo wir zumindest die theoretische Möglichkeit hatten, rund um die Uhr zu proben. Dass sich dies in der Praxis natürlich anders gestaltete, lag daran, dass Oli immer noch beruflich in Hamburg weilte.
Auf jeden Fall gab uns unsere neue Heimat im ORWO nun zumindest die Möglichkeit, die Entwicklung neuer Songideen weiter anzukurbeln.
Von nun an traten wir auch wieder öfter auf. Zum Teil allein, zum Teil mit anderen Berliner Bands zusammen. Dies bringt uns eigentlich in die Gegenwart. Und die sieht so aus, dass wir immer weiter an neuen Songs arbeiten und jede Gelegenheit, die sich uns bietet, nutzen, um Gigs zu spielen. Sehr häufig sehen wir uns der Frage "Wat für Musik macht ihr eigentlich?" konfrontiert. Eindeutig lässt sich die Frage nicht beantworten. Wir möchten sicher nicht behaupten, dass wir unglaublich einzigartig sind in dem was wir machen. Jedoch fällt es uns immer schwer, Vergleiche mit bekannten Bands zu finden. Damit ist die Frage nach unserem Musikstil jedoch immer noch nicht beantwortet. Machen wir Rock oder doch eher Pop? Nun, ich denke, Rocker würden sagen wir machen Popmusik und Popper wären der Meinung, es ist Rock. Auf jeden Fall bemühen wir uns, unsere Songs musikalisch eingängig zu gestalten und ihnen so etwas wie Wiedererkennungswert mitzugeben. Aber verschafft Euch doch einfach selber einen Eindruck und hört Euch unsere Songs einfach mal an. Und wenn Euch unsere Musik gefällt, würden wir uns Freuen, Euch auf einem unserer Konzerte begrüßen zu dürfen. zurück | nach oben |
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